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Die OrtsGruppe Sennestadt
im Verein für Deutsche Schäferhunde e.V.

 
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Fährtentraining - die leise Königsdisziplin

 


Der Mensch nimmt für ihn wichtige Dinge mit den Augen wahr, für einen Hund ist jedoch seine Nase das wichtigste Sinnesorgan:

Das Nasenriechfeld des Menschen ist etwa 5cm2 klein, das eines mittelgroßen Hundes mißt hingegen rund 160 cm2 - mehr als das 30fache! Zudem ist die Riechschleimhaut des Hundes 0,1mm stark, die des Menschen nur 0,006mm.

Rein anatomisch gesehen ist die menschliche Unterlegenheit hier mehr als offensichtlich. Aber auch die Fähigkeit, das über die Nase Wahrgenommene zu differenzieren und auszuwerten, ist beim Hund ungleich besser ausgeprägt: das Riechhirn bildet 1/7 des Hundegehirns - im menschlichen Hirn sind hierfür nur 2 wenige Gramm schwere Läppchen zuständig.

Bei der Fährtenarbeit nun soll der Hund eine Bodenspur aufnehmen, dieser Spur über eine bestimmte Strecke folgen und daraufliegende Gegenstände finden und anzeigen.

Der Hund lebt mit Geruchsbildern (die jeden Morgen beim ersten Auslauf wieder genauestens überprüt und mit denen des Vorabends abgeglichen werden müssen) - instinktiv. Diese Geruchsbilder, also z.B. der Grundgeruch eines Territoriums, werden durch Individualgerüche, wie sie u.a. vom Menschen auf der zu suchenden Fährte hinterlassen werden, verändert. Der Hund lernt im Laufe der Fährtenausbildung, die Veränderungen im Geruchsbild zielgerichtet auszuwerten.

Diese Fährtenarbeit fördert und fordert die Psyche des Vierbeiners - und ist für ihn eine der größten Herausforderungen. Sie werden erstaunt sein, zu welchen Leistungen Ihr Hund fähig ist.

Übrigens: die Länge der Hundenase spielt für die Güte der Spürnase keine Rolle!